Ukrainisches Jugendorchester begeistert an der Mozartschule

Schwäbisch Gmünd. Am vergangenen Wochenende war das Kinder- und Jugendorchester aus Obroshyne in der Westukraine zu Gast in Schwäbisch Gmünd. Seit 2022 – kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs – verbindet die Kleinstadt nahe Lwiw (Lemberg) eine Solidaritätspartnerschaft mit Schwäbisch Gmünd. Nachdem im vergangenen Jahr der dortige Bürgermeister bei seinem Besuch den Wunsch geäußert hatte, das Orchester nach Gmünd zu holen, war es in diesem Jahr pünktlich zum Stadtfest so weit.

Nach ihrer Ankunft am Donnerstag stand für die jungen Musikerinnen und Musiker am Freitagmorgen der Besuch der Mozartschule auf dem Programm. Dort wurden die Gäste zunächst von der schuleigenen Band unter der Leitung von Frank Balint mit flotten Musikstücken empfangen. Im Anschluss spielte das ukrainische Orchester selbst mehrere Stücke in der voll besetzten Schulmensa.

Alexander May, Rektor der Mozartschule, hieß die Gäste und ihre Begleitung herzlich willkommen. Die Schülerinnen und Schüler feierten die professionell dargebotenen Stücke mit frenetischem Applaus und wurden dafür mit einer Zugabe belohnt.

Nach einer Führung durch das Schulhaus, die von einem ukrainischsprachigen Schüler geleitet wurde, übernahm der Gmünder Verein „Jednanja“ für eine Stunde das Programm: Gemeinsam mit den ukrainischen Kindern, die aktuell die Mozartschule besuchen, gab es Kennenlernspiele und weitere Aktionen. Pünktlich zur Mittagszeit durften sich alle Musikerinnen und Musiker über eine große Portion Käsespätzle in der Mensa freuen.

Schulleiter Alexander May und Lehrer Sebastian Fritz, die den Vormittag maßgeblich organisiert hatten, zeigten sich begeistert vom Können des Orchesters sowie von den herzlichen Gesprächen und dem Austausch mit der Delegation. „Uns war es wichtig, den Kindern und Jugendlichen eine Freude zu bereiten, damit sie wenigstens für eine gewisse Zeit eine Ablenkung vom Kriegsgeschehen in ihrem Heimatland finden“, resümierte Sebastian Fritz.