Unsere Schule. Unsere Ideen. Unsere Entscheidung.

Schüler*innenHaushalt an der Mozartschule Hussenhofen stärkt gelebte Demokratie

Wie sieht eine Schule aus, in der Schülerinnen und Schüler ihre Ideen einbringen und echte Entscheidungen treffen können? An der Mozartschule Hussenhofen ist Mitbestimmung seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Schullebens. Der Schüler*innenHaushalt 2026 hat diese gelebte Demokratie nun um eine weitere spannende Erfahrung bereichert.

Unter dem Motto „Unsere Schule. Unsere Ideen. Unsere Entscheidung.“ entwickelten die Schülerinnen und Schüler eigene Vorschläge, diskutierten deren Umsetzung und entschieden schließlich demokratisch über die Verwendung eines eigenen Budgets. Begleitet wurde das Projekt von der Servicestelle Jugendbeteiligung.

Von ersten Ideen wie Sonnenliegen, Pflanzen, neuen Büchern oder Spielgeräten bis zur abschließenden Abstimmung war für die Schülerinnen und Schüler Demokratie unmittelbar erfahrbar: Ideen einbringen, Argumente austauschen, Möglichkeiten und Kosten abwägen, Verantwortung übernehmen und schließlich eine Mehrheitsentscheidung akzeptieren.

Besonders war dabei auch die Rolle der Mozartschule: Als Gemeinschaftsschule war sie im Schuljahr 2025/2026 die erste und nach aktuellem Stand einzige Schule in Baden-Württemberg, die an diesem Projekt teilnehmen konnte.

Am Ende setzte sich der Wunsch nach einem Boxautomaten für den Chillraum durch. Pünktlich zum neuen Schuljahr wurde dieser aufgestellt und erinnert seitdem sichtbar daran, dass Beteiligung Wirkung haben kann.

Dabei ging es um weit mehr als um die Anschaffung eines neuen Geräts. Die Schülerinnen und Schüler erlebten, dass ihre Ideen gehört werden, aber nicht jede Idee automatisch umgesetzt werden kann. Sie lernten, Argumente auszutauschen, Entscheidungen gemeinsam vorzubereiten, unterschiedliche Interessen abzuwägen und Mehrheitsentscheidungen zu akzeptieren.

Der Schüler*innenHaushalt zeigt damit eindrucksvoll, was Demokratiebildung an der Mozartschule auszeichnet: Demokratie wird nicht nur im Unterricht thematisiert, sondern im Schulalltag gelebt. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung, gestalten ihre Schule aktiv mit und erfahren unmittelbar, dass ihre Stimme etwas bewirken kann.

Damit knüpft das Projekt an eine lange Tradition der Demokratiebildung an der Mozartschule Hussenhofen an, die in unterschiedlichen Formaten seit vielen Jahren praktiziert wird. Der Schüler*innenHaushalt ist ein weiteres Beispiel dafür, wie junge Menschen ermutigt werden, Verantwortung zu übernehmen und demokratische Prozesse aktiv mitzugestalten.

Demokratie ist mehr als eine Wahl: Sie bedeutet zuhören, diskutieren, abwägen, Verantwortung übernehmen – und gemeinsam Entscheidungen treffen.

En route! FranceMobil an der Mozartschule

Gleich in der zweiten Schulwoche konnten sich die Schüler*innen der 5a, 7b und 10a über den Besuch des aus Lyon stammenden Lektors Benoît Pourcelot des Programms „FranceMobil“ an unserer Mozartschule freuen.

„France Mobil“ wurde ins Leben gerufen wurde, um Schüler*innen für die französische Sprache zu begeistern. So wurden im Klassenzimmer spannenden Einblicke in Frankreich vermittelt, lustige Spiele gespielt und erste französische Wörter gelernt, um die Begeisterung für die französische Sprache zu wecken und Auslandsaufenthalte anzuregen. Gerade für unsere jüngeren Schüler, die noch kein Französisch sprechen, war dies ein besonderes Erlebnis.

Ukrainisches Jugendorchester begeistert an der Mozartschule

Schwäbisch Gmünd. Am vergangenen Wochenende war das Kinder- und Jugendorchester aus Obroshyne in der Westukraine zu Gast in Schwäbisch Gmünd. Seit 2022 – kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs – verbindet die Kleinstadt nahe Lwiw (Lemberg) eine Solidaritätspartnerschaft mit Schwäbisch Gmünd. Nachdem im vergangenen Jahr der dortige Bürgermeister bei seinem Besuch den Wunsch geäußert hatte, das Orchester nach Gmünd zu holen, war es in diesem Jahr pünktlich zum Stadtfest so weit.

Nach ihrer Ankunft am Donnerstag stand für die jungen Musikerinnen und Musiker am Freitagmorgen der Besuch der Mozartschule auf dem Programm. Dort wurden die Gäste zunächst von der schuleigenen Band unter der Leitung von Frank Balint mit flotten Musikstücken empfangen. Im Anschluss spielte das ukrainische Orchester selbst mehrere Stücke in der voll besetzten Schulmensa.

Alexander May, Rektor der Mozartschule, hieß die Gäste und ihre Begleitung herzlich willkommen. Die Schülerinnen und Schüler feierten die professionell dargebotenen Stücke mit frenetischem Applaus und wurden dafür mit einer Zugabe belohnt.

Nach einer Führung durch das Schulhaus, die von einem ukrainischsprachigen Schüler geleitet wurde, übernahm der Gmünder Verein „Jednanja“ für eine Stunde das Programm: Gemeinsam mit den ukrainischen Kindern, die aktuell die Mozartschule besuchen, gab es Kennenlernspiele und weitere Aktionen. Pünktlich zur Mittagszeit durften sich alle Musikerinnen und Musiker über eine große Portion Käsespätzle in der Mensa freuen.

Schulleiter Alexander May und Lehrer Sebastian Fritz, die den Vormittag maßgeblich organisiert hatten, zeigten sich begeistert vom Können des Orchesters sowie von den herzlichen Gesprächen und dem Austausch mit der Delegation. „Uns war es wichtig, den Kindern und Jugendlichen eine Freude zu bereiten, damit sie wenigstens für eine gewisse Zeit eine Ablenkung vom Kriegsgeschehen in ihrem Heimatland finden“, resümierte Sebastian Fritz.

Die Chancen-Schmiede von Hussenhofen

Bildung: Nach einem gewaltsamen Vorfall an einer Bushaltestelle gerät die Mozartschule in Hussenhofen in die Kritik. Doch vor Ort zeigt sich ein engagierter Schulalltag, der weit über Noten hinausgeht. Wie die Schule den Jugendlichen echte Chancen bietet und Vorurteile abbaut.

Jugendliche gehen einen Busfahrer gewalttätig an – mit dieser Nachricht schaffte es die Mozartschule vor kurzem in die regionalen Schlagzeilen. In den sozialen Medien, allen voran auf Facebook, fällten teils anonyme User schnell ein Urteil und fassten es mit einem Wort zusammen: Problemschule. Doch das Bild, das sich bei einem Besuch vor Ort in Hussenhofen zeichnet, ist ein anderes. Im Gespräch mit Schulleiter Alexander May, der Lehrkraft Angela Hildebrandt und der Elternbeiratsvorsitzenden Bettina Bläse wird deutlich: Hier wird nicht einfach nur Unterricht verwaltet, hier wird an der Basis unserer Gesellschaft gearbeitet. Der Vorfall mit dem Busfahrer wird dabei nicht ausgeklammert. Er ist der Grund, warum die Schule wieder in den Fokus gerückt ist, aber er ist nicht das Zentrum der pädagogischen Identität. „Natürlich drückt so etwas die Stimmung im Lehrerzimmer immens“, räumt Alexander May ein. Doch die Reaktion folgte prompt: Binnen einer Woche hatte die Schule die Wiedereingliederung der beteiligten Jugendlichen erarbeitet und sie in der Gewaltprävention untergebracht. Es ist ein Beispiel für das, was May als Kernaufgabe beschreibt: die Führung junger Menschen in die Mitte der Gesellschaft. Die Mozartschule ist eine Startchancenschule des Landes Baden-Württemberg. Das bedeutet: Viele Kinder hier haben Startbedingungen, die alles andere als einfach sind. Ein hoher Anteil der Schüler hat eine andere Muttersprache als Deutsch. Doch die Barriere ist oft nicht nur die Sprache an sich. „Oft fehlt das ganze Prinzip unserer gelebten Demokratie“, erklärt May. Viele Eltern hätten wenig Erfahrung mit dem demokratischen System, wie wir es in Deutschland leben. Die Schule setzt daher auf ein „Learning im Gesamtpaket“. Es geht darum, welche Werte die Kinder von zu Hause mitbringen und wie diese mit den Werten der Schule korrespondieren. Ein besonderes Projekt, das derzeit als einziges in ganz BadenWürttemberg an der Mozartschule läuft, macht Demokratie für die Jugendlichen anfassbar: Ein Schülergremium entscheidet eigenständig darüber, wie 2.000 Euro investiert werden. „Hier dürfen Lehrer nicht mitbestimmen“, betont Angela Hildebrandt. Unter dem Motto „Schule als Wohlfühlraum“ entwickeln die Jugendlichen eigene Ideen.

Dass sich viele Schüler trotz Ganztagsbetrieb in ihrer Freizeit für diese Gremiensitzungen treffen, wertet die Schulleitung als starkes Signal. Es schafft einen „HeimfühlCharakter“ an einem Ort, an dem die Jugendlichen einen Großteil ihrer Lebenszeit verbringen. „Wir gehen weg von dem Schema, dass vorne ein Lehrkörper steht und bestimmt“, so Hildebrandt. Es geht um Verantwortung. Ein zentrales Thema an der Mozartschule ist die individuelle Förderung. Da Bildungserfolg oft von den Voraussetzungen abhängt, die ein Kind mitbringt, bricht die Schule starre Strukturen auf. Ein Beispiel sind Kinder mit Sprachdefiziten. Anstatt sie ein Jahr wiederholen zu lassen – was oft als Scheitern wahrgenommen wird – hat die Mozartschule die Möglichkeit geschaffen, die Klassen 1 und 2 in drei Jahren zu absolvieren. „Nach eineinhalb Jahren kommen sie ins erste Halbjahr der zweiten Klasse“, erklärt Alexander May. Zu diesem Zeitpunkt ist ihr Deutsch gefestigter, und sie haben in anderen Fachbereichen bereits einen Wissensvorsprung gegenüber den neuen Mitschülern. „Dann können sie anderen plötzlich etwas zeigen. Das ist ein unschätzbarer Faktor für das Selbstwertgefühl.“ Erfolgserlebnisse dieser Art seien der Schlüssel, um die Motivation hochzuhalten. Für Jugendliche, die durch verschiedene Umstände komplett aus dem System gefallen sind – sogenannte Schulverweigerer oder Schüler mit massiven Anpassungsschwierigkeiten –, gibt es zudem die „Restart-Klasse“. In einer kleinen Gruppe von zehn Schülern arbeiten zwei Pädagogen intensiv daran, die Jugendlichen wieder fit für die Regelklasse zu machen. Es ist das Prinzip der zweiten und dritten Chancen, das sich durch das gesamte Konzept der Schule zieht. Bettina Bläse bringt die Perspektive einer Mutter ein, die die Schule über Jahre hinweg begleitet hat. Sie hat sieben Kinder; drei haben die Schule bereits verlassen, zwei sind aktuell dort, zwei weitere werden noch folgen. Trotz ihres Wohnorts in Eschach schickt sie ihre Kinder nach Hussenhofen. „Meine Kinder gehen gerne hierher“, sagt sie schlicht. Besonders das Vertrauensverhältnis zum Kollegium hebt sie hervor. „In den meisten Schulen hat man erst einmal einen Kloß im Hals, wenn die Schule zu Hause anruft. Man denkt sofort: Was hat das Kind jetzt wieder angestellt? Hier ist das nicht so.“ Sie schätzt die Angebote wie die Schulband, in der ihre Kinder Gitarre, Schlagzeug und Bass spielen, oder die speziellen Mädchen- und Jungen-AGs der Schulsozialarbeit. Auch das Elternengagement spiegelt das Schulklima wider. Trotz Sprachbarrieren finde man zueinander – sei es beim Kuchenverkauf mit internationalem Essen oder bei den seit drei Jahren angebotenen Deutschkursen für ukrainische Eltern, die auch mal gemeinsame Gartenarbeit beinhalten. Am Ende des Gesprächs wird Alexander May grundsätzlich. Das größte Problem der heutigen Zeit sei nicht nur die politische Ausrichtung, sondern das wachsende Gefälle zwischen „Unten und Oben“. Er wünscht sich mehr wissenschaftliche Prozesssteuerung und vor allem flexiblere Rahmenbedingungen für den Lehrplan, um auf die individuellen Biografien seiner Schüler reagieren zu können. Angela Hildebrandt ergänzt, dass sie sich ein Fach „Verantwortung“ wünscht, in dem es rein um das menschliche Miteinander geht. Der Erziehungsauftrag, den Selbstwert der Kinder aufzubauen, sei heute genauso wichtig wie die Wissensvermittlung. „Es würde der Gesellschaft allgemein gut tun, mit mehr Offenheit und Toleranz durch das Leben zu gehen“.

Die Mozartschule

Die Mozartschule in Hussenhofen ist eine „Startchancen“-Gemeinschaftsschule. Als „Chancen-Schmiede“ fördert sie durch individuelle Sprachmodelle, Mitbestimmung und ein starkes Wir-Gefühl Jugendliche unabhängig von ihrer sozialen Herkunft.

Copyright Rems Zeitung, 04.05.2026

Sandspielplatz auf dem gesamten Marktplatz? – Demokratietage an der Mozartschule Hussenhofen

Bereits zum zweiten Mal veranstaltete die Mozartschule Hussenhofen ihre Demokratietage. Unter der Federführung der Lehrkräfte Frank Balint und Sebastian Fritz erlebten die Schülerinnen und Schüler erneut ein abwechslungsreiches Programm rund um das Thema Demokratie. Im vergangenen Jahr war die Schule für ihre „Woche der Demokratie“ im Ostalbkreis in der Kategorie herausragende Projektarbeiten mit dem 1. Platz ausgezeichnet worden.

Auch in diesem Jahr stand wieder alles im Zeichen gelebter Demokratie: Am ersten Tag besuchten die Klassen das Rathaus in Schwäbisch Gmünd, das Landratsamt in Aalen oder den Landtag in Stuttgart. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in die Arbeit der Verwaltung sowie in die Aufgaben des Gemeinderats, des Kreistags und des Landtags. Außerdem erfuhren sie, wie sie selbst mit Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern in Kontakt treten und eigene Anliegen einbringen können.

Im Rathaus Schwäbisch Gmünd diskutierten die Schülergruppen beispielhaft einen Antrag, den Sandspielplatz auf dem gesamten Marktplatz auszuweiten. Nach intensiver Abwägung vieler Sachargumente entschieden sich die jungen „Ratsmitglieder“ schließlich gegen den Antrag. Auf spielerische Weise konnten die Schülerinnen und Schüler so nachvollziehen, wie demokratische Entscheidungsprozesse im Gemeinderat funktionieren.

Am zweiten Tag wurden die Ergebnisse vertieft und für Präsentationen vorbereitet, die am dritten Tag in einer Vollversammlung vorgestellt wurden.

Besonderes Highlight war der Besuch von Landrat Dr. Joachim Bläse, der von Lehrer Sebastian Fritz vor der gesamten Sekundarstufe begrüßt wurde. In seiner Einführung sprach Fritz aktuelle Fragen an: Ob die Demokratie derzeit „unter Druck“ stehe und wie Kinder und Jugendliche – insbesondere jene mit Migrationsgeschichte – mit Begriffen wie Remigration oder Debatten um das Stadtbild umgehen sollen.

Landrat Dr. Bläse zeigte sich beeindruckt vom Interesse der Schülerinnen und Schüler. Er betonte, dass die große Mehrheit der Gesellschaft weiterhin für ein offenes und demokratisches Deutschland stehe, warnte aber auch vor aktuellen Entwicklungen: „Gerade deshalb ist die Politik gefordert, gute Antworten zu liefern.“

Im anschließenden Gespräch stellten die Jugendlichen viele Fragen zu den Aufgaben eines Landrats, seiner persönlichen Motivation und den vielfältigen Tätigkeiten der Landkreisverwaltung. Die Demokratietage an der Mozartschule Hussenhofen zeigten eindrucksvoll, wie politisches Lernen lebendig und praxisnah gestaltet werden kann – und dass Demokratie am besten funktioniert, wenn man sie selbst erlebt.

Landrat würdigt schulische Spitzenleistungen

Mozartschule belegt den ersten Platz.

OSTALBKREIS. Im Zeichen von Engagement, Leistung und innovativer Bildungsarbeit hat am vergangenen Mittwoch im Großen Sitzungssaal des Aalener Landratsamts die diesjährige Schulpreisverleihung des Ostalbkreises stattgefunden. Rund 400 Gäste nahmen an der feierlichen Veranstaltung teil, bei der neben engagierten Schulen auch die besten Absolventinnen und Absolventen der weiterführenden Schulen im Landkreis ausgezeichnet wurden. Landrat Dr. Joachim Bläse eröffnete die Feier und würdigte die vielfältigen Leistungen, die an den Schulen im Ostalbkreis erbracht werden. Den Auftakt bildete die Verleihung des Schulpreises Ostalbkreis, der in diesem Jahr unter dem Leitthema Demokratiebildung stand. Damit rückten Projekte in den Fokus, die demokratische Werte im Schulalltag fördern und Schülerinnen und Schüler zur aktiven Mitgestaltung motivieren.
In der Kategorie Schulkonzept belegte die Karl-Kessler-Schule Wasseral昀椀ngen den ersten Platz. Die Härtsfeldschule Neresheim wurde mit dem zweiten Platz ausgezeichnet, gefolgt von der Mittelhofschule Ellwangen auf Platz drei. Auch Grundschulen waren wieder aktiv am Wettbewerb beteiligt: Die Schwarzfeldschule Dewangen und die Kocherburgschule Unterkochen wurden jeweils mit einem ersten Preis im Primarbereich gewürdigt. Für herausragende Projektarbeiten erhielten die Mozartschule Schwäbisch Gmünd (1. Platz), das Schulzentrum Leinzell (2. Platz) und die Uhland-Realschule Aalen (3. Platz) eine Auszeichnung.
Die Laudatio auf die Preisträger hielt Michael Schock, Regionaldirektor der Kreissparkasse Ostalb, die mit insgesamt 6.000 Euro erneut das Preisgeld bereitstellte. Mit ihrer Anwesenheit unterstrichen auch Markus Kilian, Geschäftsführer der Bezirksgruppe Ostwürttemberg des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, sowie
Renzo Costantino, Leiter der Regionalstelle Schwäbisch Gmünd des Zentrums für Schulqualität und Lehrerfortbildung (ZSL), die Bedeutung schulischer Innovationskraft. In ihren Grußworten betonten sie
insbesondere den hohen Stellenwert von Demokratiebildung in Zeiten gesellschaftlicher Herausforderungen.
An die Schulpreisverleihung schloss sich die Ehrung der besten Absolventinnen und Absolventen der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ), Werkrealschulen, Gemeinschaftsschulen, Realschulen und Beruflichen Schulen im Ostalbkreis an. Insgesamt 107 Schülerinnen und Schüler wurden für ihre herausragenden schulischen Leistungen auf der Bühne ausgezeichnet. 40 von ihnen erreichten einen Notendurchschnitt zwischen 1,1 und 1,5. Fünf schlossen ihre Schullaufbahn sogar mit der Traumnote 1,0 ab.

Copyright Rems Zeitung, 26.07.2025

Tour Ginkgo-Spendenaktion

Die Viertklässler der Mozartschule Hussenhofen wollten zum Abschluss ihrer Grundschulzeit eine sichtbare Spur an ihrer Grundschule hinterlassen. Da die gesamte Grundschule in diesem Schuljahr die Spendenaktion Tour Ginkgo unterstützte, lag es nahe, ein Ginkgobäumchen im Schulgarten zu pflanzen. Zum einen symbolisiert das Bäumchen Wachstum und zum anderen ist der Ginkgobaum als Lebensbaum bekannt. Besonders schön war, dass Christiane Eichenhofer von der Tour Ginkgo zur Baumpflanzung an die Mozartschule kam und den Viertklässlern viel über den Ginkgobaum und die Spendenaktion Tour Ginkgo erzählte. Ein rundum gelungenes Ereignis. Ebenfalls war die Spendenübergabe der Grundschule an die Tour Ginkgo großartig: Die Grundschule konnte, dank dem Förderverein der Schule, durch eine Müllsammelaktion und einen Ginkgobaumverkauf 725€ an die Tour Ginkgo spenden!

Nachhaltigkeitspreis-die Mozartschule war wieder dabei

Auch in diesem Jahr nahm eine Klasse der Mozartschule am Nachhaltigkeitspreis des Stadtjugendring teil. Die AES Gruppe der Stufe 9, unter Leitung von Frau Ulla Seizer, beteiligte sich einmal mehr und erhielt einen Teilnahmepreis.
Die vollständige Pressemeldung der Stadtverwaltung findet sich hier:

Schwäbisch Gmünd (sv). Der Stadtjugendring Schwäbisch Gmünd e.V. vergab zum vierten Mal seinen Nachhaltigkeitspreis und erneut haben zahlreiche Kinder und Jugendliche mit kreativen und engagierten Projekten gezeigt, wie wichtig ihnen der Schutz unserer Umwelt ist.

17 Gruppen aus Kindergärten, Schulen und Jugendgruppen hatten sich in diesem Jahr beworben – darunter unter anderem der Kindergarten Pfiffikus, die Circle Kids am Nepperberg, die Pestalozzischule SBBZ Lernen, die Rauchbeinschule mit dem Projekt MUNDI, die Mozartschule, die Schule für Hörgeschädigte St. Josef, sowie das Technische Gymnasium und die Kaufmännische Schule mit einer Klasse zur Fachhochschulreife.

Die Bewerbungen wurden in vier Altersgruppen aufgeteilt:

Kindergartenalter: Zwei Bewerbungen – beide Gruppen wurden mit einem zweiten Platz ausgezeichnet.

1.–5. Klasse: Drei Bewerbungen – vergeben wurden die Plätze 1 bis 3.

6.–9. Klasse: Fünf Bewerbungen – ein erster Platz, zwei zweite Plätze, ein dritter Platz sowie eine Teilnahmeurkunde.

10.–13. Klasse / Berufsschule: Drei Preise (1.–3. Platz) und vier Teilnahmeurkunden.

Die Preisverleihung fand im feierlichen Rahmen mit musikalischem Auftakt am Donnerstag, 26. Juni, in der Gmünder Volkshochschule durch Gitarristin Emilia Büttner statt. Nach den Grußworten von Erstem Bürgermeister Christian Baron und Alexander Mooslehner, Regionalgeschäftsführer des BUND, wurden die Projekte vorgestellt – begleitet von Astrid Wassenberg (Weltladen) und Debora Thie (Amt für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Bürgerbeteiligung), die als Teil der Jury Einblicke in die Bewertung gaben.

Danach folge die Übergabe der Urkunden und Preise durch Ersten Bürgermeister Christian Baron und Birgit Schmidt, Stadtjugendring.

Die Jury bestand aus; Astrid Wassenberg (Weltladen Schwäbisch Gmünd), Sabine Braun (unverpackt GD), Ingrid Groer (NABU), Wolfram Betz (Omas for Future) und Debora Thie (Amt für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Bürgerbeteiligung).

Die Projekte reichten von Müllvermeidung und Wiederverwertung über Bildungsarbeit zum Klimawandel bis hin zu nachhaltiger Ernährung und Naturschutzaktionen. Alle Teilnehmenden zeigten mit viel Herzblut, wie Nachhaltigkeit konkret in den Alltag integriert werden kann – unabhängig vom Alter oder der Gruppengröße.

Copyright Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd

Demokratiebildung an der Mozartschule

Zu Beginn des Schuljahres veranstaltete die Mozartschule Hussenhofen eine Woche der Demokratie. Kürzlich war der freie Journalist, Andreas Scheffel, zu einem Vortrag und einer anschließenden Diskussion an der Schule.
Andreas Scheffel besprach zu Beginn mit den Klassen 8-10 die zurückliegende Bundestagswahl. Recht schnell kam er auf das eigentliche Thema, die äußeren Einflüsse auf die Bundestagswahl zu sprechen. Seiner Ansicht nach, spielten Kräfte aus Ländern wie Russland, China, aber auch die USA, eine große Rolle auf den Diskurs im Vorfeld der Bundestagswahl. Dabei stellte er verschiedene Möglichkeiten und Beispiele der Propaganda und der Fake News vor.
Am Beispiel der Forderungen nach massenhafter Abschiebung von Menschen mit Migrationshintergrund zeigte er beispielhaft auf, wie diese Forderung in der Realität nicht umsetzbar sei. Die Wirtschaft des Landes würde zusammenbrechen, von den persönlichen Schicksalen die da dahinterstehen, mal ganz abgesehen. Dennoch würden Parteien nach den furchtbaren Vorfällen pauschal diese Forderungen vortragen und auf den sozialen Medien massenhaft und frei von Fakten verbreiten. Möglichkeiten wie die Fake News verbreitet werden, gibt es viele. Andreas Scheffel ging aber vertieft auf die aktuell weit verbreitete Erstellung von Bilder und Videos mit Hilfe von KI ein. Mit Hilfe dieser neuen Erscheinung, werden viele Diskurse frei von Fakten geführt und damit Stimmung in eine bestimmte Richtung gemacht.
Auch ein völlig neues Phänomen ist die Tatsache, dass Elon Musk in den USA als Milliardär Politik macht und wichtige staatliche Strukturen zerschlägt. Unterstützt wird das von Medien, die er selbst steuert und damit einen unmittelbaren Einfluss auf die Inhalte der Botschaften hat. Gleichzeitig ist er demokratisch nicht legitimiert. Ein anschauliches Video von Journalisten zeigte anhand von vielen Beispielen auf, wie Parteien versuchten, im Anschluss an die Bundestagswahl Einfluss auf das Ergebnis zu nehmen. Dies auch mit nachweislich Falschbehauptungen. In der abschließenden Fragerunde kamen Fragen nach der Einschätzung von Herrn Scheffel zur zurückliegenden Bundestagswahl auf. Er verneinte klar die Frage, ob er der Meinung sei, dass der Vorwurf der Wahlmanipulation zutreffe. Er stellte sich auch schützend vor die Politiker und widersprach der Aussage, dass Politiker lügen würden. Einzelne jedoch versuchen es und werden durch Recherche von Journalistinnen und Journalisten aufgedeckt und manche stolpern dann auch über ihre Falschaussage.

“Alright mate, how’s it going?” – Mozartschule welcomes Education First

Nach den Faschingsferien durften sich die Schüler*innen der 7., 8. und 10. Jahrgangsstufe über eine ganz besondere Englischstunde freuen. Ein Lehrerteam der Organisation Education First (EF), welche für Jugendliche weltweit Bildungs- und Reisedienstleistungen anbietet, belebte den Unterricht mit Aktivitäten zu den Themen „My life in an English speaking country“, „Do’s and Don’ts in other countries“ und „Languages and slang“. Frau Hanna Palla, welche für die Organisation verantwortlich ist,  brachte ihre mitreißende Kollegin Frau Charlotte Lateb aus London mit. Letztere unterrichtet in der englischen Hauptstadt an einer Privatschule und konnte so einen authentischen Einblick in ihr Alltagsleben geben und den Schüler*innen unter anderem ein paar Wörter und Redewendungen auf Cockney, den Dialekt in und um London, beibringen. Mit ihrer sympathischen Art konnten die beiden Gäste die Jugendlichen in ihren Bann ziehen und sie für die englische Sprache begeistern. Mit diesem Motivationsboost als bestdenkbare Voraussetzung kann nun das zweite Schulhalbjahr kommen!