UMBAU

Erste Baggerbisse an der Mozartschule

Schulsanierung: Rund 7 Millionen Euro nimmt die Stadt Schwäbisch Gmünd für die Sanierung und die Erweiterung der Mozartschule in die Hand.

Seit Jahren beschäftigt sich die Gmünder Stadtspitze mit den Sanierungen der Schulen im Stadtgebiet. Nachdem Anfang der 2000er Jahre landesweit die Haupt- und Werkrealschulen „alten Typs“ nicht mehr den erforderlichen Zuspruch unter der Elternschaft und den Schülern erfuhren, wurde mit der Gemeinschaftsschule eine neue Schulform auf den Weg gebracht. Die Stadt Schwäbisch Gmünd hat sich auf vier Standorte festgelegt, die mit hohem finanziellen Aufwand saniert und erweitert wurden. Neben der Adalbert-Stifter-Realschule, der Schiller-Realschule und der Friedensschule wurde als letzte in der Reihe die Mozartschule in Hussenhofen in den Fokus genommen. Im November 2019 hat der Gemeinderat den Neubau einer Mensa mit der Aufstockung im nördlichen Bauteil an der Mozartschule beschlossen.

Der Auftakt der Maßnahmen ist jetzt mit dem Abriss der Überdachung zwischen Grundschule und Gemeinschaftsschule gestartet, um mit dem Rohbau des Erweiterungsbaus im südlichen Teil beginnen zu können. Lediglich Steinberge zeugen von der ehemaligen Überdachung, ein Bauzaun sichert jetzt das Gelände.

Insgesamt 7 Millionen Euro seien für die Maßnahmen in den nächsten Jahren im städtischen Haushalt vorgemerkt, erklärt Klaus Arnholdt, Leiter des Gmünder Amts für Bildung und Sport. Jetzt soll ein Anbau zwischen der Grundschule und dem Betongebäude errichtet werden.

Als „Hauptnutzer“ sieht die Stadt hier die neue Mensa mit einer neuen Küche. Ein engagiertes Team versorgt die Schüler der Mozartschule täglich mit Selbstgekochtem. Der Zuspruch des Mensaessens sei sehr gut, rund 800 Mittagessen werden an vier Tagen in der Woche ausgegeben. Schulleiter Alexander May und sein Team haben in den vergangenen Jahren in der vorhandenen alten Küche „einen super, aber improvisierten Job“ gemacht.

Neben der Mensa mit neuer Küche sollen im Obergeschoss des neuen Gebäudes Räume für die Ganztagesbetreuung installiert werden. Im Anschluss daran soll der Bestandsbau um ein Stockwerk erweitert werden. Hier wird ein neues und dem angewachsenen Kollegium entsprechendes Lehrerzimmer entstehen sowie zusätzliche Klassenräume.

Jetzt müssen alle etwas zurückstecken.

Klaus Arnholdt,
Leiter des Amts für Bildung und Sport

Danach soll das Bestandsgebäude umfassend generalsaniert werden. Dazu gehören die energetische Sanierung der Außenhülle und großflächige Verglasungen im Erdgeschoss. Die Außenwände erhalten eine Wärmedämmung. Außen liegende, elektrisch betriebene Jalousien sind als Sonnenschutz vorgesehen.

Die Grundschule erhält zudem eine energetische Außensanierung. Umfassende Sanierungsmaßnahmen sind auch im Inneren des Gebäudes vorgesehen. Der Betonbau und die geplante Erweiterung, das aufgestockte Gebäude sowie die Grundschule sollen über eine Brücke im ersten Obergeschoss barrierefrei erschlossen werden.

Der „Hauptakt“ für die Komplettmaßnahmen soll in den Jahren 2021/2022 sein, hofft Klaus Arnholdt. Als eine „Herausforderung“ sieht er die Koordination der Bauarbeiten mit dem laufenden Schulbetrieb. Der Amtsleiter geht von einem möglichst störungsfreien Bauablauf aus. Schüler und Kollegium seien sehr kooperativ. „Jetzt müssen alle etwas zurückstecken“, meint Arnholdt. Unterm Strich zähle aber, was am Ende zu erwarten sei. Die Qualität eines Schulgebäudes muss stimmen, meint er. Schließlich verbringen die Schüler nahezu den ganzen Tag in der Einrichtung

© Gmünder Tagespost 10.11.2020 18:04, Andrea Rohrbach